30.01.2025, 10:30
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.2025, 12:06 von Fredeswind.)
Der letzte Abend bei Fanny war angebrochen. Gemeinsam beschlossen sie noch einmal mit Fannys beiden Huskys Anuk und Kuna, nach draußen zu gehen. Es dämmerte, als sie auf die Straße hinaustraten. Heute empfing sie draußen mal wieder eine milde abendliche Luft. Ein lauer Wind säuselte die Straße hinab. Es war viel los, alle schienen noch einmal einen der letzten milden Abende genießen zu wollen. Sogar der Jongleur ließ sich nicht lumpen und erfreute die Spaziergänger mit seiner Kunst. Fredeswind und Fanny schauten ihm eine Weile gespannt zu.
Während sie gemeinsam ein letztes Mal die Hauptstraße entlang flanierten, ließen sie Fredeswinds Aufenthalt noch einmal Revue passieren. Plötzlich wehte ihnen ein köstlicher verführerischer Duft von Ali Babas Kebapbude herüber. Dieser erinnerte sie schlagartig daran, dass sie noch gar nicht zu Abend gegessen hatten. Kurzentschlossen kehrten sie dort, ihr Gespräch fortsetzend, ein.
Als sie eintraten hörten sie scharfe Pfiffe. Diese wurden von zwei Männern ausgestoßen. Die Freundinnen erinnerten sich gleich an diese. Es waren die zwei wilden Typen, die sie schon bei ihrem ersten gemeinsamen Besuch bei Ali Baba und am See mit den Bikern getroffen hatten.
Die Pfiffe galten Fredeswind. Die Typen hatten sie, im Gegensatz zu ihrer Begegnung am See, trotz der neuen Kleidung gleich wiedererkannt. Der eine nickte Fredeswind anerkennend zu, der andere winkte beide an ihren Tisch heran und lud sie ein sich doch zu ihnen zu setzen. Fredeswind dachte bei sich: „Na, das kann ja heiter werden. Auf die zwei habe ich eigentlich gar keine Lust.“ Doch Fanny nickte ihr aufmunternd zu.
Ihre Freundin zuckte die Achseln und ergab sich in ihr Schicksal. Also setzten sie sich. Die Männer schienen jedoch, wider Erwarten, recht nett zu sein. Sie stellten sich als Hinz und Kunz vor. Fanny und Fredeswind konnten sich kaum das Lachen verkneifen und grinsten in sich hinein. Als die beiden Freundinnen erzählten, dass sie es gewesen waren, die zu den Bikern am See gestoßen waren, starrten Hinz und Kunz sie ungläubig an. So verbrachten die vier einen Teil des Abends gemeinsam, bis sich die anderen zwei verabschiedeten. Irgendwie war Fredeswind erleichtert, denn eigentlich hatte sie den letzten Abend allein mit ihrer Freundin verbringen wollen.
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)