16.01.2026, 12:16
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.01.2026, 12:16 von Fredeswind.)
Drei Tage später kam Sausewind auf der Burg Adlerhorst an. Auch hier wurde er jedes Mal in der Burg verköstigt und seine stolzen und kräftigen Kaltblutpferde bekamen bestes Heu und Hafer vorgesetzt. Alsbald hatte Fredeswind erfahren, dass Rabigaud wieder da sei, er eine Nachricht für sie habe und so bat sie den Händler in den Thronsaal. Die Königin begrüßte ihn gespannt: „Seid gegrüßt werter Rabigaud, ich freue mich Euch hier zu sehen.“ Er dienerte und antwortete charmant: „Holde Königin, seid auch gegrüßt, ich freue mich in Euren Mauern weilen zu dürfen.“ Ohne Umschweife kam Sausewind dann gleich zur Sache: „Ich überbringe Euch eine Botschaft von König Alberich II. von Schwarzenfels mit folgendem Wortlaut: ‚Verehrte Königin Fredeswind von Adlerhorst, ich möchte Euch und euren Besuch Fanny aus der anderen Welt herzlich nach Schwarzenfels einladen. Zu Ehren Eures Gastes veranstalten wir, am nächsten Vollmondtage, Ritterspiele auf der großen Wiese vor der Burg Schwarzenfels.‘ So lautet die Mitteilung für Euch.“ Fredeswind dankte dem Boten gebührend, wünschte ihm eine gute Weiterreise und verabschiedete ihn freundlich.
Weil Anuk und Kuna auch mal zur Ruhe kommen sollten und sie sich gut mit Gerwulfs Hund Parceval verstanden, beschloss Fanny die Hunde da zu lassen. So begaben sich Fredeswind und Fanny, einen Tag vor Vollmond, bei Morgengrauen vergnügt auf die Reise. Obgleich die Zwergenburg nur etwa eine Tagesreise entfernt war, beschlossen sie die bequeme Wohnkutsche zu nehmen. Da Hubertus, weil er beim Jagen war, sie dieses Mal nicht kutschieren konnte, bat Fredeswind ihren Leibwächter Ekkehard sie zu begleiten. Er genoss es, seine Dienstkleidung mal nicht tragen zu müssen, nahm aber vorsichtshalber seine Rüstung und sein Schwert mit, damit er die Frauen notfalls verteidigen könnte.
Ohne Zwischenfälle erreichten sie am Nachmittag die Zwergenburg. Auf der davorliegenden Wiese ging es schon hoch her. Man hörte Rufe und Waffengeklirr, Pferde wieherten, Hunde bellten und Schafe blökten. Die Teilnehmer der Ritterspiele hatten ihre Zelte bereits aufgebaut. Hier wurde ein Spanferkel gebraten, dort brachten die Bewohner der Umgebung Essensvorräte herbei.
Auch für Getränke war bereits gesorgt. Auf der ganzen Wiese waren Fässer mit Wein und Bier aufgefahren worden. Zwischendrin wurde immer wieder in großen Töpfen massenhaft Suppe gekocht. Schließlich sollte ja niemand hungern müssen. Alles war aufs Beste vorbereitet.
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

