18.01.2026, 09:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.01.2026, 09:57 von Fredeswind.)
Mittlerweile war der Tag weit fortgeschritten und die spannenden Kämpfe neigten sich dem Ende entgegen. Das letzte Paar, bestehend aus Georg von Drachenberg und Harald zum Einhorn, kam nun an die Reihe. Dieser Kampf würde den endgültigen Sieger der Spiele hervorbringen. Entsprechend aufregend gestaltete sich der der letzte Durchgang. Lanzen und Schilde der Gegner rumpelten aufeinander, zwischendurch bäumten sich wiehernd die Pferde auf.
Oh, wie war das spannend! Keiner der beiden Ritter schien die Oberhand zu erlangen. Beim Publikum herrschte eine unglaubliche Aufregung! Es johlte und applaudierte ermutigend.
Unterdessen schwebte der Zwerg Gorm in seinem Fluggerät über der Szenerie und beobachtete alles von oben. Der Heidenlärm der Zuschauer drang kaum abgemildert bis zu ihm. Und da! Plötzlich passierte es: dem Drachenritter gelang es endlich seinen Gegner schwungvoll aus dem Sattel zu heben.
Dieser verlor Helm, Lanze und Schild. Ein Schrei des Entsetzens rauschte durch das Publikum, als der Ritter durch die Luft zu fliegen schien. - Doch dieser alte Haudegen überraschte die Zuschauer maßlos, indem er sich elegant zusammenrollte, in einen doppelten Salto rückwärts überging und schließlich glücklich auf seinen Füßen landete. Tosender Applaus brandete auf. Das Publikum jubelte.
Fanny, als besonderem Gast, wurde nun die Ehre zuteil den Sieger zu küren. Georg von Drachenberg dankte und errötete, schließlich verneigte er sich tief vor König Alberich und bat diesen, doch die Ehre mit Harald zum Einhorn teilen zu dürfen. Huldvoll stimmte der König zu und Harald wurde zu Georg gebeten. Gemeinsam hielten sie schließlich den Siegerkranz und strahlten über das ganze Gesicht.
Daraufhin folgte nun das große Festmahl. Bis weit in den nächsten Morgen hinein wurde gefeiert, bis auch die Letzten sich zur Ruhe begaben. Doch schon bald rührte es sich wieder auf der Burg. Offa und Till werkelten in der Küche, um das Morgenmahl für die Herrschaften herzurichten.
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

