20.01.2026, 10:34
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.01.2026, 10:39 von Fredeswind.)
Bei einem sehr verspäteten Frühstück machte sich Fredeswind Gedanken, ob sie sich heute noch auf den Heimweg begeben sollten. Doch ihre Überlegungen wurden von König Alberich unterbrochen, der meinte: „Wir würden uns freuen, wenn Ihr noch einige Tage hier verweilen würdet.“ Hasala stimmte ihm freudig zu und Fredeswind und Fanny nahmen das Angebot gerne an. So beschlossen sie nach einer kurzen Burgbesichtigung einen ausgiebigen Spaziergang im Wald auf der anderen Seite der Burg zu machen.
Zum Wald war es nah und so machten sie sich zu Fuß auf. Der Weg führte über eine blühende Wiese. Spontan pflückte Hasala unterwegs einige schöne Blumen und flocht mit flinken Händen zwei hübsche Kränze daraus. Einen setzte sie sich auf, den anderen reichte sie an Fanny weiter, die ihn freudestrahlend entgegennahm und es ihr gleichtat. Dann erreichten sie auch schon den Waldrand. Der Wald schien tief und undurchdringlich zu sein. Trotz des strahlenden Sonnenscheins herrschte hier ein fast schon unheimliches Dämmerlicht.
Unter der Führung von Alberich bahnten sie sich einen Pfad zwischen den Bäumen hindurch. Alberich schien ein spezielles Ziel im Auge zu haben. Schließlich sagte er: „Ab hier möchte ich Euch bitten ganz still zu sein, wir nähern uns einer Lichtung, auf der immer ein reger Wildwechsel stattfindet. Vielleicht haben wir Glück. Der Wind steht günstig, so sollten uns die Tiere nicht bemerken.“ Also bewegte sich die Gruppe langsam und so leise wie möglich fort. Bei jedem Knacken eines Zweiges oder Rascheln unter ihren Füßen, bekamen sie schon einen kleinen Schreck. Wollten sie doch nicht unnötig die Tiere aufscheuchen.
Kurz darauf kamen sie dort an. Stillschweigend zogen sie sich hinter ein paar Pflanzen zurück, so dass sie einen guten Blick hatten und begannen gespannt zu lauschen. Ein leichter Wind säuselte durch die Wipfel. Hier und da hörte man Vogelgezwitscher und manchmal einen Specht hämmern
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

