Gestern, 17:09
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Gestern, 17:10 von Fredeswind.)
Alberich sollte Recht behalten. Schon bald begann sich die Lichtung zu bevölkern. Ein kleines Rudel Rehe betrat die Szenerie und begann ruhig zu äsen. Eine Ricke säugte sogar ihr Kitz. Was war das doch für ein friedliches Bild. Fanny dachte bei sich: „Wie schade, dass ich mein Handy nicht dabeihabe. Da hätte ich eine ganze Serie Bilder für meine Outdoor-Bildergalerie schießen können.“
Auf einmal kam Unruhe auf. Die Rehe gaben Belllaute von sich. Ein Zeichen dafür, dass sie irgendetwas bemerkt hatten. Doch nach einer Weile beruhigten sie sich wieder und grasten weiter. Doch die Ruhe war nicht von langer Dauer. Man hörte wieder die bellenden Töne, ein Reh spreizte seinen weißen Schwanz auf, dass er doppelt so groß erschien, wie er war, dazu stampfte es. Das übertrug sich auf die anderen Tiere und plötzlich begann das erste zu flüchten. Das löste den schnellen Rückzug der ganzen Schar aus, man hörte eiliges Trappeln und im Nu waren die Tiere mit großen Sprüngen davongaloppiert.
Gebannt verfolgten die Zuschauer das Geschehen. Was mochte wohl diese Störung hervorgerufen haben? Neugierig lauschte Alberich mit seiner Begleitung in den Wald hinein. Im Unterholz rumorte es. Plötzlich stürzte ein Rudel Wölfe daraus hervor und überquerte blitzartig die Waldlichtung. Der Boden bebte. Fredeswind versuchte die Wölfe zu zählen, doch das war ein Ding der Unmöglichkeit, sie waren einfach zu schnell. Augenblicklich war der Spuk wieder vorbei.
Hasala stellte fest: „Heute werden sich hier kaum noch Tiere blicken lassen. Die Wölfe haben sicherlich sämtliche Waldbewohner vertrieben.“ Noch eine Weile unterhielten sie sich über das Erlebte. Dann mahnte Hasala zum Aufbruch und die Gesellschaft begab sich allmählich auf den Rückweg.
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)

