21.01.2026, 17:16
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.01.2026, 17:17 von Fredeswind.)
Am späten Nachmittag waren die Ausflügler wieder auf der Burg eingetroffen. Inzwischen war das abendliche Mahl vorüber und so saßen sie noch einige Zeit beisammen. „Sagt mal Alberich, als ich das letzte Mal bei Euch war, erwähntet Ihr beiläufig Eure mittlerweile legendäre Bärenzucht.“, erinnerte sich Fredeswind plötzlich.
Der König erwiderte: „Daran entsinnt Ihr euch noch? Die Bärenzucht liegt in einem extra für sie angepflanzten Wald. Der Wald hinter der Burg geht in diesen über. Als ich mich mit Hasala in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts hier niederließ, war das sozusagen unser großer Traum. Wie wär’s hättet Ihr Lust die Bären zu besuchen?“ Fanny und Fredeswind überlegten nicht lange und stimmten zu. Daher beschloss man am kommenden Tag den Bärenwald zu besuchen.
Also wurde am frühen Morgen aufgebrochen, dieses Mal allerdings mit Pferd und Wagen. Während Ekkehard, Fredeswind und Fanny einen kleinen wendigen Karren benutzten, ritten Alberich, Hasala und Rorich auf ihren stämmigen Ponys vorweg. Da der große Forst nur schwer passierbar war, mussten die Ausflügler um den Wald herum. Das nahm einige Zeit in Anspruch, dafür war der Weg aber gut ausgebaut und sie erreichten am späten Vormittag das Gelände der Bären.
Doch Fanny und Fredeswind trauten ihren Augen kaum. Wo der normale Wald endete tauchte hinter einer Rodung eine komplett andere Bepflanzung auf. Fanny stupste Fredeswind an und meinte: „Das hätte ich ja nie erwartet, dass es hier einen Bambushain gibt.“ Auch Fredeswind war sehr überrascht: „Allerdings, das wundert mich jetzt auch.“ Alberich der neben ihnen ritt und die letzten Worte mitbekommen hatte sagte: „Das ist nicht nur ein Hain. Dieser Bambuswald ist um ein vielfaches größer als der Wald, in dem wir gestern waren. Schließlich brauchen unsere Bären Platz.“
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
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