Vor 3 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 2 Stunden von Fredeswind.)
…So glaubten die beiden Reiterinnen. Anfangs genossen sie den Ritt. Doch nach einer Weile begannen sie zu zweifeln und Fanny meinte etwas betreten: „Irgendwem müssen die Pferde doch gehören.“ Fredeswind nickte zustimmend: „Das habe ich auch gerade gedacht.“ – „So wird man zum Pferdedieb!“, resümierte ihre Freundin. „Jetzt übertreib mal nicht! Es steht kein Name auf den Pferden, also - sind sie eine Fundsache. Und wo gibt man die gewöhnlich ab?“, kicherte Fredeswind. Da musste Fanny lauthals lachen: „Dann ab ins Fundbüro!“ Fredeswind grinste über das ganze Gesicht: „Die Pferde finden schon allein dahin. Sie wissen genau, wo sie hingehören, wetten?“ „Wie kannst du dir da so sicher sein, Fredeswind?“ „Erfahrungswerte! Schließlich komme ich aus dem Mittelalter und bis jetzt haben noch alle unsere Pferde heimgefunden, egal ob der Kutscher eingeschlafen, betrunken war oder der Reiter abgeworfen wurde.“ Indessen erreichten die vier ein kleines toskanisch anmutendes Schlösschen.
Mit großem ‚Hallo‘ wurden sie von den Besitzern empfangen. Man hatte die Pferde schon vermisst aber irgendwie geahnt, dass die Rappen zurückkommen würden, wenn auch ohne Begleiterinnen. Fanny und Fredeswind stellten sich vor, ebenso die Familie: Marco und Chiara und ihre Kinder Francesca und Paolo. Doch plötzlich rief Fanny aufgeregt: „Meine Hunde! Wo sind denn die abgeblieben!“ Marco beruhigte sie sofort mit den Worten: „Keine Angst! Die warten bestimmt schon Zuhause auf euch.“ Fredeswind stimmte zu: „Das wär nicht das erste Mal.“ Fanny nickte erleichtert: „Das hatten wir ja schon.“
Chiara lud die beiden ein doch ein bisschen zu bleiben. In Anbetracht dessen, dass sie morgen früh abreisen würden, lehnten sie jedoch freundlich ab, verabschiedeten sich und begaben sich auf den Rückweg. Während sich die Wellen leise plätschernd im Sande verliefen, beobachteten die beiden die untergehende Sonne, die die Welt in ein wundervolles Licht tauchte, bis sie ganz am Horizont verschwunden war. Wie Marco vorausgesagt hatte, erwarteten Anuk und Kuna sie schwanzwedelnd am Bungalow. Kurz darauf begaben sich die Freundinnen zu Bett und Fanny fasste den Abend in einem Satz zusammen: „Jedenfalls – mit dir kann man Pferde stehlen!“ „Wenn man das so sieht.“, gab ihre Freundin amüsiert zurück. Sie wünschten sich eine gute Nacht und bald schliefen alle wie die Murmeltiere.
Fredeswind Märchenschatztruhe
Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"
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