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Thaddäus Federkiel kommt zu Wort
#51
Welche Himmel spiegeln sich drinnen
in dem Binnensee
dieser offenen Rosen,
dieser sorglosen, sieh:
wie sie lose im Losen
liegen, als könnte nie
eine zitternde Hand sie verschütten.
Sie können sich selber kaum
halten; viele ließen
sich überfüllen und fließen
über von Innenraum
in die Tage, die immer
voller und voller sich schließen,
bis der ganze Sommer ein Zimmer
wird, ein Zimmer in einem Traum. 

(Rainer Maria Rilke)

   
Fredeswind Märchenschatztruhe

Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe


"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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#52
OKTOBER

In ihrem schönsten Kleide
Stehn alle Bäume gelb und rot,
Sie sterben einen leichten Tod,
Sie wissen nichts von Leide.

Herbst kühle mir das heiße Herz,
Dass es gelinder schlage
Und still durch goldene Tage
Hinüberspiele winterwärts.



(Hermann Hesse)

   
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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#53
Verklärter Herbst


Gewaltig endet so das Jahr

mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.

Rund schweigen Wälder wunderbar

und sind des Einsamen Gefährten.



(Georg Trakel)


   
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Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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#54
Winter

Wie von Nacht verhangen,
Wusst nicht, was ich will,
Schon so lange, lange
War ich totenstill.

Liegt die Welt voll Schmerzen,
Will's auch draußen schnein:
Wache auf, mein Herze,
Frühling muss es sein!

(Josef von Eichendorff)

   
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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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#55
Vielen Dank für die wunderschönen Gedichte, die du immer gekonnt und feinfühlig in Szene setzt!
Danke
Liebe Grüße  Kavalier 

Michael
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Thanks given by: Fredeswind
#56
(19.11.2018, 22:38)Der Archivar schrieb: Vielen Dank für die wunderschönen Gedichte, die du immer gekonnt und feinfühlig in Szene setzt!
Danke
Liebe Grüße  Kavalier 

Michael

Danke Danke Rotwerd Rotwerd 

Gern geschehen!

LG Irmtraud   [Bild: 142_fee.gif]
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Thanks given by:
#57
Wo in der Sonnenhelle,
So matt und kalt sie ist,
Doch immerfort die Welle
Das Ufer flimmernd küsst:

Da weiß ich schön zum Malen,
Noch eine schmale Schlucht,
Wo all die kleinen Strahlen
Sich fangen in der Bucht.


(Annette von Droste-Hülshoff)


   
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#58
Das ist ein sündhaft blauer Tag!
Die Luft ist klar und kalt und windig,
weiß Gott: ein Vormittag, so find ich,
wie man ihn oft erleben mag.

Das ist ein sündhaft blauer Tag!
Jetzt schlägt das Meer mit voller Welle
gewiss an eben diese Stelle,
wo dunnemals der Kurgast lag.


(Kurt Tucholsky)

   
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Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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#59
Blühe, blühe Blütenbaum
tief im trauten Garten.
Blühe, blühe Blütenbaum,
meiner Sehnsuchtschönsten Traum
will ich hier erwarten.


(Rainer Maria Rilke)


   
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Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Thanks given by: Aquarius , AndiS , Meerkoenig , Artona , Sunrise
#60
Thaddäus macht Urlaub


Lang ist dieser Urlaub her,
ich durfte mit ans blaue Meer.
Ligurien wird der Ort genannt,
die Cinque Terre da, ist sehr bekannt.

Hier seht ihr nun Portovenere,
das Tor zur schönen Cinque Terre.


   



Tatsächlich hat es dort geschneit,
Olivenblüten weit und breit.
Darauf lann man bestens ruhn,
nach erlebnisreichem Tun.


   



Dann schaukelte ich auf ‘nem Ast
mit einer roten Blütenquast'.
Ist die Blüte denn nicht edel,
oder gar vielleicht ein Wedel?


   
Fredeswind Märchenschatztruhe

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"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Thanks given by: Aquarius , Ischade , Meerkoenig


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