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Fredeswinds Märchenschatztruhe
Endlich kam der Kater in einen prächtigen Wald, in dem dreihundert Leute Bäume fällten und Holz machten. „Wem gehört dieser Wald?“, fragte der Kater. „Dem großen Zauberer“, antworteten die Leute. „Passt gut auf, Leute“, sagte der Kater, „gleich wird der König vorbeifahren, und wenn er fragt, wem dieser Wald gehört, dann antwortet: dem Grafen von Carrabas. Wenn ihr das nicht tut, werdet ihr alle totgeschlagen.“ Dann ging der Kater weiter, und die Leute sahen ihm nach und hatten Angst vor ihm, weil er so seltsam aussah und wie ein Mensch in Stiefeln auf zwei Beinen ging.

   


Wenig später stand der Kater vor dem Schloss des Zauberers. Ohne zu zögern ging er hinein und trat vor dem Zauberer. „Was willst du?“,fragte der Zauberer und sah ihn verächtlich an. Der Kater machte eine tiefe Verbeugung und sagte: „Ich habe gehört, dass du dich in jedes Tier verwandeln kannst. Dass du dich in einen Hund, einen Fuchs oder Wolf verwandeln kannst, das glaube ich dir gerne. Aber dass du dich in einen Elefanten verwandeln kannst, das will mir einfach nicht in den Kopf.“

   


„Wenn es weiter nichts ist“, antwortete der Zauberer stolz und stand als Elefant vor dem Kater.

   


Der Kater zeigte sich tief beeindruckt. „Kannst du dich auch in eine Löwen verwandeln?“, fragte er.

   
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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„Kleinigkeit“, antwortete der Zauberer, und schon sah sich der Kater einem Löwen gegenüber. Da tat der Kater sehr erschrocken und rief: „Das hätte ich im Traum nicht für möglich gehalten! Aber sag, kannst du dich auch in ein so kleines Tier wie eine Maus verwandeln? Sicher kannst du mehr als alle Zauberer der Welt, aber das wird dir nicht gelingen!“

   


Bei diesen Worten wurde der Zauberer ganz freundlich und antwortete: „ O doch, liebes Kätzchen, auch das kann ich.“

   


Und schon sprang er als Maus im Zimmer herum. Mit einem Satz fing der Kater die Maus und fraß sie auf.

   


Inzwischen war der König mit Hans und der Prinzessin weitergefahren und kam zu der droßen Wiese. „Wem gehört diese Wiese?“, fragte der König. „Dem Grafen von Carrabas“, riefen die Leute, wie es ihnen der Kater befohlen hatte. „Ihr habt da ein schönes Stück Land, Herr Graf“, sagte der König.

   


Sie fuhren weiter und kamen zu einem großen Kornfeld: „Wem gehört dieses Kornfeld?“, fragte der König. „Dem Grafen von Carrabas“, riefen die Leute, wie es ihnen der Kater befohlen hatte. „Ei, Herr Graf, wie ich sehe, habt Ihr große schöne Ländereien.“

   
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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„Wem gehört der Wald?“, fragte der König wenig später. „Dem Grafen von Carrabas.“ Der König wunderte sich noch mehr und er sagte: „Ihr müsst ein reicher Mann sein, Herr Graf. Ich glaube nicht, dass ich einen so prächtigen Wald besitze.“

   


Endlich kamen sie zu einem Schloss. Auf der Treppe stand der Kater und sagte: „Herr König, Ihr kommt hier in das Schloss meines Herren, des Grafen von Carrabas, für den es ein großes Glück und eine große Ehre ist, Euch und die Prinzessin hier zu empfangen.“

   


Der König staunte über das Schloss, das noch schöner und größer war als sein eigenes. Hans aber führte die Prinzessin hinauf in den Saal, der von Gold und Edelsteinen flimmerte.

   


Bald darauf verlobten sich Graf Hans und die Prinzessin. Und als der Vater der Prinzessin starb, wurde der Graf König, der gestiefelte Kater aber erster Minister.

   


ENDE
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Danke, Irmtraud,

ein schönes Märchen und wunderschön in Szene gesetzt Kavalier :062-love:

...aber was eine freche Landnahme!
Schöne Grüße,
Jörg
Hier könnte Ihre Werbung stehen!
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Thanks given by: Fredeswind
"Nennt mich Graf und läßt mich splitternackt im See zurück." Was hab ich das Märchen als Kind geliebt. Vielleicht gerade weil der Kater nicht wirklich der Gute ist. Danke für diese schöne Inszinierung!
"Ich bin gar nicht böse - ich bin nur so gesteckt worden"
Palme  hula-girl2  Palme



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Thanks given by: Artona , Fredeswind
Wiedereinmal ein schön umgesetztes Märchen alles perfekt.
Ich habe gerade festgestellt richtig Märchenfest bin nicht wirklich! Danke das du mir auch dieses Märchen näher gebracht hast.
Mir hat es gefallen und es muss ein Gestiefelte Kater sein der so etwas durchzieht. Katzen können schon recht berechnet sein. Ob er wirklich Böse ist ich weiß nicht er hatte ja zum Anfang angst um sein Leben!
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Thanks given by: Fredeswind
Wieder ein wunderschönes Märchen! Zehn:Zehn:Zehn:

Und tiefgründig. Beim Zauberer kam nach der letzten Verwandlung wohl Katerstimmung auf...   Zwink
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Thanks given by: Fredeswind
Wie immer toll. LOL LOL LOL

Der Kater ist Dir sehr gut gelungen. Zehn:

Überhaupt schöne Märchen mit sehr liebevollen Bildern. Elke
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Thanks given by: Fredeswind
@ JTD, Ischade, Aquarius, Yarr!, Zwerg Nase und alle anderen:

Danke: Danke: Oops Oops  

Gern geschehen! Danke für eure vielen lobenden Worte.
Freut mich, dass euch das Märchen so gut gefallen hat.

LG von der Märchenfee Fredeswind   [Bild: 142_fee.gif]



Und für alle märchenfesten und natürlich auch nicht so märchenfesten Leser gibt es gleich das nächste Märchenrätsel.
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Thanks given by: Yarr! , JTD
Meine lieben Märchenfreunde,   Kavalier

es ist wieder einmal soweit, das nächste Märchenrätsel steht an.

Dieses Mal ist das Märchen von den Brüdern Grimm:

   

„An einer verwunschenen Stelle in einem königlichen Garten verschwinden drei Schwestern. Viele Leute machen sich auf den Weg , um die drei wieder zu finden unter anderem auch drei Brüder.“

Viel Spaß beim Raten!

[Bild: 034-wirr.gif][Bild: 027-what.gif][Bild: 006-gruebel.gif][Bild: 042-idee.gif]

LG von der Märchenfee Fredeswind    [Bild: 142_fee.gif]
"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Thanks given by: Aquarius , Meerkoenig , Floranja89 , Jolande


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