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Geschichten mit Fredeswind und Fanny
Als sie am nächsten Morgen gefrühstückt hatten, glaubten sie noch nicht recht daran, dass sie heute jemand abholen würde. Doch plötzlich spitzten Kuna und Anuk die Ohren, lauschten und tappten unruhig Richtung Ausgang. „Da ist bestimmt etwas im Busche!“, bemerkte Fanny. „Am Ende braut sich wieder ein Schneesturm zusammen.“ „Schon möglich, das Wetter kann hier ziemlich launisch sei, wie wir am eigenen Leib erfahren durften.“, gab Fredeswind zurück. „Lass uns nachschauen.“ Sie zogen ihre Jacken über und traten auf die kleine Veranda.

   



Ein seltsames Licht strahlte ihnen im Morgengrauen entgegen und erhellte die direkte Umgebung. Erstaunt sahen sie sich um, schauten in Richtung der Lichtquelle und entdeckten einen großen buntleuchtenden Ball, der sich wie eine Fata Morgana aus dem Schnee zu erheben schien.

   



Die Freundinnen brauchten einige Sekunden um zu begreifen. Verblüfft stießen die beiden gleichzeitig den Ruf aus: „Ein Ballon!“ Schnell schlossen sie das Haus ab, um die Lage zu erkunden. „Guten Morgen! Bin ich hier richtig bei Fredeswind und Fanny?“, begrüßte man sie fröhlich. „Bei uns ist es immer richtig!“, ertönte es zweistimmig. „Ich bin Euer Lufttaxi!“, klärte er die beiden auf. „Herzlich Willkommen an Bord!“ Doch jetzt war niemand überraschter als Fanny: „Goswind Luftikus! Was macht Ihr denn hier?“, rief sie aufgeregt. „Wir hatten uns schon damit abgefunden hierbleiben zu müssen. Auf einen Ballon als Transportmittel wären wir nie im Leben gekommen, und schon gar nicht mit Euch als Piloten!“ Erfreut stellte sie ihrer Freundin den Ballonführer vor, der sie vor geraumer Zeit auf einem abenteuerlichen Zeppelinflug nach Odiland gebracht hatte.

   



Fredeswind stieg ein: „Aber wie konntet ihr wissen, dass wir hier oben sind?“, erkundigte sie sich neugierig. „Naja, im Thannheimer Tal findet gerade das jährliche Ballonfestival statt. Dort sprach es sich herum, dass einige Urlauber in verschiedenen Berghütten von der Außenwelt abgeschnitten seien. Die verwegensten Fahrer, erklärten sich bereit eine Rettungsaktion zu starten. Ich entdeckte Eure Namen und jetzt bin ich hier.

   
Fredeswind Märchenschatztruhe

Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe


"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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Thanks given by: Meerkoenig , die Osebergs , JTD , Der Archivar
Fanny war jedoch noch einmal umgekehrt, da ihre Hunde knurrend zurückgeblieben waren: „Na, kommt schon ihr zwei, es geht nach Hause“, lockte sie die beiden, „und Goswind kennt ihr doch!“ Mit einem mutigen Satz sprang Kuna in den Ballonkorb und Fanny und Anuk folgten ihr nicht ganz so schwungvoll.

   



Kurz darauf begannen sie langsam aufzusteigen. Nun, da alles wieder ruhig war, wagten sich auch die Wildtiere wieder aus der Deckung.

   



Bald ging die Sonne auf, die die Welt in ein zauberhaftes Licht tauchte. Während sie allmählich an Höhe gewannen und über der grauen Nebeldecke schwebten, betrachteten sie tief beeindruckt das märchenhafte Farbenspiel.

   



Nach und nach lichtete sich auch der Nebel, noch bevor sie landeten war der Himmel strahlend blau. Im Tal verabschiedeten sich die Freundinnen voneinander und begaben sich auf den Heimweg, Fredeswind mit Luftikus und Fanny mit Anuk und Kuna.

   



ENDE
Fredeswind Märchenschatztruhe

Inhalt Fredeswinds Märchenschatztruhe


"Wir meinen, das Märchen und das Spiel gehöre zur Kindheit: wir Kurzsichtigen! Als ob wir in irgendeinem Lebensalter ohne Märchen und Spiel leben möchten!"

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
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