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21.02.2026, 11:59
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.02.2026, 12:00 von Fredeswind.)
Drüben angekommen schlenderten sie gemütlich weiter und weideten sich, beobachtet von einem kleinen Elfchen, am Anblick der traumhaften Anlage.
An einigen Stellen war sie wirklich fantasievoll gestaltet. Ein besonders kräftiger Baum hatte tatsächlich ein Gesicht. Glücklicherweise schien er zu schlafen, sonst hätten sich die Freundinnen vor den kopfgroßen Augen und dem Riesenmaul gefürchtet. Und wie hätten wohl die Hunde reagiert, wenn der Stamm plötzlich die Augen aufschlagen und den Mund bewegen würde? Aber es war ja schließlich nur ein Baum. Oder vielleicht doch nicht ‚nur‘? So ganz sicher waren sich Fanny und Fredeswind nicht, deshalb gingen sie auch lieber rasch weiter.
Schließlich beschlossen sie noch eine kurze Pause einzulegen. Sie setzten sich ins Gras, eine leichte Brise hatte sich erhoben, die die Ausruhenden mit geschlossenen Augen genossen. Währenddessen tollten Anuk und Kuna inmitten der weißblühenden Pflanzen herum, zwischen denen sie kaum auffielen.
Nach einer Weile öffnete Fredeswind abrupt die Augen. „Etwas stimmt hier doch nicht.“, dachte sie. Im Moment konnte sie das Gefühl noch nicht wirklich zuordnen. Aber plötzlich fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. Aufgeregt stieß sie Fanny an: „Fällt dir nicht was auf?“ Letztere schüttelte den Kopf und antwortete: „Nein, ich merke nichts. Sollte ich denn? Es ist doch ganz still.“ „Eben! Es ist doch ganz still!“, echote Fredeswind, „oder hörst du vielleicht noch die Hunde?“ Erst jetzt begriff ihre Freundin, sprang auf und schaute sich, sichtlich nervös werdend, um: „Wo stecken die zwei Halunken bloß? Dass die nur keinen Unfug anstellen!“ Anuk und Kuna hatten sich, als sie sich unbeobachtet fühlten, einfach mal schnell aus dem Staub gemacht.
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Was da auf den LuxPlaymoDays an Dioramen steht, ist schon gigantisch.
Und tolle Bilder hast Du da gemacht!
Unbefugte sind nicht befugt, Unfug zu treiben!
Der Befugte
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22.02.2026, 09:39
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.02.2026, 09:39 von Fredeswind.)
In der näheren Umgebung waren sie nicht zu sehen und zu hören. „Kuna! Anuk!“, riefen die Frauen zweistimmig. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als sie zu suchen. Hinter jedem Busch, jedem Felsen, jedem Stamm und was da sonst noch so wuchs, schauten sie und gingen weiter und weiter. Doch keine Spur von den beiden Ausreißern. Blicke für den schönen Park hatten sie keine mehr übrig. Alle, denen sie begegneten, fragten sie nach den zwei Hunden. Aber niemand konnte ihnen Auskunft geben. Selbst an einem kleinen Tümpel entdeckten die Freundinnen nichts, wobei sich die Pflanzen da sehr gut zum Verstecken geeignet hätten.
Ganz entmutigt schlossen sie sich ein paar Geburtstagsgästen an, die in Richtung des Schlosses unterwegs waren. Immer wieder riefen sie nach den zwei Verschwundenen. Sogar die Begleitung gab sich die größte Mühe zu helfen. Jedoch nichts!
Langsam näherten sie sich dem Schloss. Dort angekommen empfahl man ihnen doch auf den einen Schlossturm zu steigen, um von da Ausschau zu halten. Der Blutmondelf Brun und die Frostelfe Fridja führten sie hinauf. Fredeswind und Fanny umrundeten mehrmals den Turm. Der Ausblick über Park und Schloss war so grandios, dass die Freundinnen für einen Moment vergaßen, weshalb sie hier hinaufgestiegen waren. Nach einiger Zeit zeigte Fridja nach oben und sprach: „Seht ihr die fliegenden Pferde mit ihren Reitern am Himmel? Diese drehen eine Runde über den Park. Vielleicht können die Kuna und Anuk aufstöbern.“, und Brun ergänzte: „Sie dürften bald zurück sein. Kommt, wir zeigen euch den Weg zum Pegasusbalkon.“ Ja, es hatte sich herumgesprochen, dass Fannys Hunde vermisst würden.
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22.02.2026, 09:56
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.02.2026, 09:56 von Fredeswind.)
Also folgten die zwei dem Elf und der Elfe. Und Brun sollte recht behalten. Als Fredeswind und ihre Begleiterin den Landeplatz erreichten, waren die Berittenen bereits zurück. Sie hatten gute Nachrichten. Lang und breit erklärten sie den beiden, wo die Hunde zu finden wären und zeigten ihnen die Richtung an. „Ah, nö!“ schimpfte Fanny. „Das gibt‘s doch gar nicht! Na, die können was erleben! Da kommen wir nämlich her und da haben wir tatsächlich alles abgeklappert.“ „Wahrscheinlich sind sie an die Stelle zurückgekehrt, wo sie uns verlassen haben.“, vermutete Fredeswind.
Nachdem sie jetzt wussten, wo sich die Hunde aufhielten, stiegen sie eilig die Wendeltreppe hinunter um sich so schnell wie möglich zu ihnen zu gesellen. „Wenn es nur nicht so weit wäre zu der Stelle.“, seufzte Fanny. Fredeswind versuchte sie aufzumuntern: „So schlimm ist es auch wieder nicht, wenigstens brauchen wir jetzt nicht kreuz und quer durch den Park jagen.“
Jedoch, kaum wieder auf dem Weg, hielten sie ein paar grünhäutige Orks auf ihren bedrohlich wirkenden rotäugigen Reittieren auf. Die Freundinnen blieben wie angewurzelt stehen. Da ertönte eine tiefe sonore Stimme: „Haben gehört, brauchen Hilfe, bringen euch zu Wölfe.“ Langsam löste sich die Erstarrung der beiden Frauen. Anscheinend waren die Herrschaften in friedlicher Stimmung. Mit zittriger Stimme wisperte Fanny Fredeswind zu: „Haben die gerade angeboten uns zu Anuk und Kuna zu bringen?“ „Das klang so.“, brachte Fredeswind mühsam hervor. „Bringen euch zu Wölfe!“, wiederholte die Stimme eindringlicher.
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...oder doch zu echten Wöfen?
Spannend!
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Der Befugte
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23.02.2026, 10:49
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.02.2026, 10:50 von Fredeswind.)
Ehe sie sich versahen wurden sie von kräftigen Armen auf die gehörnten Tiere gehoben und in raschem Galopp ging es zu dem Ort, wo ihre Suche begonnen hatte. Ebenso flink, wurden sie wieder abgesetzt und die Orks waren verschwunden, als wenn sie nie da gewesen wären. Verblüfft blieben die zwei zurück. Sie atmeten erst mal tief durch, erleichtert darüber, dass dieses Abenteuer gut ausgegangen war.
Endlich erinnerten sie sich auch an die Hunde. Erneut riefen sie nach ihnen. Da raschelte es hinter den beiden Frauen. Im Nu sprangen die zwei Flüchtigen hervor. Das fröhliche Gebell löste auch den Rest der Anspannung bei Fanny und Fredeswind. Glücklich schlossen sie die beiden wieder in ihre Arme.
Indessen war es höchste Zeit zurückzukehren. Entspannt erläuterten sie unterwegs noch einmal das Erlebte. Und nun, da alles wieder in Ordnung war, erfreuten sie sich an dem traumhaften Park und schritten beschwingt aus. Schließlich trafen sie auf einige Elfen, denen sie bis zum Schloss folgten.
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25.02.2026, 16:23
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 25.02.2026, 16:25 von Fredeswind.)
Im Schloss war das Geburtstagsfest für die Elfenprinzessin schon in vollem Gange, aber immer noch strömten unzählige Gäste in den Festsaal. Etwas unsicher suchten sich Fredeswind und Fanny eine ruhigere Stelle, von der aus sie die ganze Szenerie beobachteten.
Alle lauschten gerade dem kleinen Orchester, das eine wundervolle Musik zum Besten gab. Sobald die Musikanten schwiegen, ertönte unglaubliches Stimmengewirr, das ab- und wieder anschwoll, so dass man kaum sein eigenes Wort verstehen konnte. Ein herrlicher Geruch nach Essen durchströmte den Raum. Ganz hinten wurden alle möglichen Getränke ausgeschenkt. Vorne richtete eine Frostelfe ein Spanferkel zum Braten her.
Auf der Empore mit gefüllten Bücherregalen standen drei Magiere, die das Treiben in der Halle von oben in Augenschein nahmen.
Was gab es da nicht alles zu sehen. Viele festlich gekleidete, verschiedene menschenähnliche Wesen bevölkerten den Raum. „Ich denke wir brauchen Nachhilfe in ‚Völkerkunde‘. Was meinst du?“, fragte Fanny. Fredeswind stimmte zu: „Das kannst du glauben! Trotz meiner Märchenliebe bin ich selten mal über Feen, Elfen, Zwerge, Hexen, Nixen, Geister, Teufel oder Mischwesen wie Schlangenmenschen hinausgekommen. Es ist jedenfalls hochinteressant, was noch so für Arten existieren.“ Neugierig schauten sie sich weiter um. Und plötzlich entdeckten sie an einem kleinen Tischchen stehend Playmo-family und KlickyLee.
Das gab ein ‚Hallo‘, als die Freundinnen zu ihnen stießen. Begeistert begrüßten sie auch Coach, den Architekten dieses fantastischen Elfenpalastes, ein wahrliches Meisterstück! So standen sie vergnügt beisammen und genossen gemeinsam das unvergleichlich fantastische Fest. Viele der Anwesenden tanzten, erzählten, dichteten, zeigten Kunst- oder Zauberstücke. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung. Jedes Mal, wenn wieder eine Gruppe fremdartiger Geschöpfe auftrat, wollten Fredeswind und Fanny wissen, was dies für welche wären. So lernten sie neben denen, die sie schon getroffen hatten wie Die Ewigen, Orks, Blutmond-, Frost-, Licht- und Waldelfen auch Nachtschattenelfen, verschiedene Zwerge, Hasari, Waldgeister, Schlangenmenschen, Die Besucher und Hexen kennen.
Kuna und Anuk hatten sich nach der Ankunft gleich in den Nebenraum begeben. Dort war es deutlich leiser und sie konnten eine Runde ausruhen. Aber schon bald störte sie eine Gruppe Trolle, die geräuschvoll hereinstampfte und eine riesige Geburtstagstorte abstellte. Ängstlich verkrochen sich Kuna und Anuk hinter einer Säule. Ein grüner Troll mit Bäckermütze blieb, um den Kuchen zu bewachen, bis er aufgeteilt werden würde. Doch die Neugierde der Hunde siegte und vorsichtig schlichen sie wieder hervor. Schnuppernd umkreisten sie das verführerisch duftende Gebäck. Ob wohl was für sie abfallen würde? Zum Abschluss der Feier war es dann soweit und die feine Torte wurde tatsächlich angeschnitten und an alle Gäste verteilt. Natürlich kamen auch Anuk und Kuna auf ihre Kosten, naschten sie doch für ihr Leben gern.
In der beginnenden Abenddämmerung endete das rauschende Fest. Nachdem sich die Freundinnen von den anderen verabschiedet hatten, machten sie sich auf den Rückweg. Der abendliche Spaziergang durch diesen großartigen Schlossgarten war nochmal etwas ganz Besonderes. Die Grillen zirpten, lieblicher Vogelgesang erklang, es flüsterte in den Blättern, ein Bach rieselte sanft vor sich hin, der Waldkauz rief und die ersten Fledermäuse flatterten auch schon herum. Als sie den Park verließen, stieg das melodische Flöten einer Nachtigall in die abendliche Luft.
ENDE
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Solche Geschichten müssen einem erstmal einfallen. 
Toll geschrieben und der Palast...Mega.
Du kannst nicht zurückgehen und den Anfang ändern,
aber du kannst neu anfangen und das Ende ändern.
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26.02.2026, 09:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.02.2026, 11:03 von Fredeswind.)
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Man merkt den Bildern den Spaß an den ihr hattet.
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