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17.04.2026, 08:22
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.04.2026, 08:46 von Fredeswind.)
MÄRCHEN UND SAGEN
SONSTIGE GESCHICHTEN
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17.04.2026, 08:31
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.04.2026, 08:47 von Fredeswind.)
(14.04.2026, 17:02)Meerkoenig schrieb: 
Da muss ich wirklich suchen, die kluge Bauerstochter ist es nicht ihr Vater war kein Aufschneider, ich erinnere mich an eine Geschichte da war der Vater Müller und Hochstabler, seine Tochter war sehr klug! Irgendwas mit kluger Müllerstochter!
Nach etwas suchen und Kopfrauchen komme ich aber auch auf das Rumpelstilzchen!


(14.04.2026, 18:00)JTD schrieb: "Rumpelstielzchen"?
Hallo ihr beiden!
Ihr habt richtig geraten!
Es ist das Märchen "Rumpelstilzchen".
Herzlichen Glückwunsch!
Danke für's Mitraten!
Zur Belohnung geht's auch gleich weiter!
LG von der Märchenfee Fredeswind
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17.04.2026, 08:42
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.04.2026, 08:42 von Fredeswind.)
Rumpelstilzchen
(frei nach den Brüdern Grimm)
Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter.
Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und um sich ein Ansehen zu geben, sagte er zu ihm: „Ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen.“
Der König sprach zum Müller: „Das ist eine Kunst, die mir wohl gefällt, wenn deine Tochter so geschickt ist, wie du sagst, so bring sie morgen in mein Schloss, da will ich sie auf die Probe stellen.“
Als nun das Mädchen zu ihm gebracht ward, führte er es in eine Kammer, die ganz voll Stroh lag, gab ihr Rad und Haspel und sprach: „Jetzt mache dich an die Arbeit, und wenn du diese Nacht durch bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so musst du sterben.“ Darauf schloss er die Kammer selbst zu, und sie blieb allein darin.
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17.04.2026, 08:52
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.04.2026, 08:53 von Fredeswind.)
Da saß nun die arme Müllerstochter und wusste um ihr Leben keinen Rat: sie verstand gar nichts davon, wie man Stroh zu Gold spinnen konnte, und ihre Angst ward immer größer, dass sie endlich zu weinen anfing.
Da ging auf einmal die Türe auf, und trat ein kleines Männchen herein und sprach: „Guten Abend, Jungfer Müllerin, warum weint sie so sehr?“
„Ach“, antwortete das Mädchen, „ich soll Stroh zu Gold spinnen, und verstehe das nicht.“ Sprach das Männchen: „Was gibst du mir, wenn ich dir’s spinne?“ „Mein Halsband“, sagte das Mädchen.
Das Männchen nahm das Halsband, setzte sich vor das Rädchen, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war die Spule voll.
Dann steckte es eine andere auf, und schnurr, schnurr, schnurr, dreimal gezogen, war auch die zweite voll: und so gings fort bis zum Morgen, da war alles Stroh versponnen, und alles war voll Gold.
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 5 Stunden von Fredeswind.)
Bei Sonnenaufgang kam schon der König und als er das Gold erblickte, erstaunte er und freute sich, aber sein Herz ward nur noch goldgieriger.
Er ließ die Müllerstochter in eine andere Kammer voll Stroh bringen, die noch viel größer war, und befahl ihr das auch in einer Nacht zu spinnen, wenn ihr das Leben lieb wäre. Das Mädchen wusste sich nicht zu helfen und weinte.
Da ging abermals die Türe auf, und das kleine Männchen erschien und sprach: „Was gibst du mir, wenn ich dir das Stroh zu Gold spinne?“ „Meinen Ring“, antwortete das Mädchen. Das Männchen nahm den Ring.
Es fing wieder an zu schnurren mit dem Rade und hatte bis zum Morgen alles Stroh zu glänzendem Gold gesponnen.
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Vor 5 Stunden
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: Vor 5 Stunden von Fredeswind.)
König freute sich über die Maßen bei dem Anblick, war aber noch immer nicht Goldes satt, sondern ließ die Müllerstochter in eine noch größere Kammer voll Stroh bringen.
Er sprach: „Die musst du noch in dieser Nacht verspinnen: gelingt dir’s aber, so sollst du meine Gemahlin werden.“ „Wenn’s auch eine Müllerstochter ist“, dachte er, „eine reichere Frau finde ich in der ganzen Welt nicht.“
Als das Mädchen allein war, kam das Männlein zum dritten Mal wieder und sprach: „Was gibst du mir, wenn ich dir noch diesmal das Stroh spinne?“ „Ich habe nichts mehr, das ich geben könnte“, antwortete das Mädchen. „So versprich mir, wenn du Königin wirst, dein erstes Kind.“
„Wer weiß wie das noch geht“, dachte die Müllerstochter und wusste sich auch in der Not nicht anders zu helfen; sie versprach also dem Männchen was es verlangte, und das Männchen spann dafür noch einmal das Stroh zu Gold.
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